Der Titel des Monats

Der älteste Geldschein der Welt, eine naturgetreue Kopie.
Staatspaiergeld des Reichsschatzamtes zu 1 Kuan (1000 Käsch). Um oder kurz nach 1368. Druck
in schwarz auf grobfaserigem dunkelgrauem Papier mit rotem Uebedruck-Stempel. Format:33.5 x 21.5 cm.
Herstellung von Papiergeld: Die Papiergeld-Herstellung hatte zu Beginn der Ming-Dynastie 1368
lange Tradition. Der bekannte venezianische Kaufmann "Marco Polo" bereiste Ende des 13. jahrhunderts
China und berichtete: "Von Zweigen der Maulbeerbäume...lässt er (der grosse Kahn) die Rinde abstreifen,
das Innere (der Bast), aber einweichen und im Mörser zu Brei zerquetschen. Daraus wird dann Papier hergestellt,
welches dann in rechteckige Stücke verschiedener Grössen zerschnitten wurde, je nach Wert, den es haben
sollte. Die Scheine kommen dann zum obersten Münzmeister, welcher das ihm anvertraute Siegel in Zinnober tauchte
und diese damit stempelt"
Kurz nach Einführung der Scheine verbot Kaiser T'ai Tsu Gold und Silber als Zahlungsmittel.
Die Noten ersetzten das kursierende Kupfergeld mehr und mehr. "Die erste Papiergeldinflation der Geschichte"
begann.
Das erste europäische Papiergeld entstand erst im 17. Jahrhundert in Schweden.
Der über 600 Jahre alte Geldschein ist ein "wirtschaftshistorisches Dokument"
von allergrösstem Rang
weitere Informationen: heinz@husi.ch